Was ist ein PTR-Eintrag?
Ein PTR-Eintrag (Pointer) ordnet einer IP-Adresse einen Hostnamen zu, als Umkehrung eines A- oder AAAA-Eintrags. Gesetzt wird er vom Inhaber der IP-Adresse, meist einem Internetanbieter oder Hoster, und er steht in der Zone in-addr.arpa für IPv4 oder ip6.arpa für IPv6. Die IP 8.8.8.8 hat zum Beispiel den PTR dns.google. PTR-Einträge dienen dazu, Server zu erkennen, sendende Mail-IPs zu prüfen und Netzverbindungen zu analysieren.
Wie funktioniert eine Reverse-DNS-Abfrage?
Die IP-Adresse wird in einen Namen umgeschrieben: Bei IPv4 werden die vier Zahlenblöcke umgedreht und um in-addr.arpa ergänzt, bei IPv6 werden die einzelnen Hexadezimalziffern in umgekehrter Reihenfolge vor ip6.arpa gesetzt. Für diesen Namen fragt der Resolver den PTR-Eintrag ab. Unser Tool löst den gefundenen Hostnamen danach wieder vorwärts auf und prüft, ob er auf dieselbe IP zurückzeigt.
Meine IP hat keinen PTR-Eintrag. Ist das ein Problem?
Bei einem Privatanschluss nicht: Dort ist ein fehlender PTR normal und für das Surfen ohne Bedeutung. Bei einem Mailserver schon, denn ohne PTR werden Nachrichten oft abgelehnt oder als Spam eingestuft. Bei IPs von VPN-Diensten oder Hostern kann ein fehlender PTR Sicherheitswerkzeugen auffallen, die die Reputation einer IP bewerten. Einrichten kann den PTR nur der Anbieter, von dem die IP stammt.
Was bedeutet vorwärts bestätigtes Reverse DNS (FCrDNS)?
Es ist die Gegenprobe zum PTR: Die IP liefert per PTR einen Hostnamen, und der A- oder AAAA-Eintrag dieses Hostnamens muss wieder die ursprüngliche IP enthalten. Zeigt er auf eine andere Adresse, ist die Prüfung fehlgeschlagen. Meist wurde dann der PTR falsch gesetzt oder der A-Eintrag geändert, ohne den PTR anzupassen. Bringen Sie beide wieder auf dieselbe Adresse.
Warum prüfen Mailserver den PTR-Eintrag?
Weil ein vorwärts bestätigter PTR zeigt, dass Netzbetreiber und Domaininhaber dieselbe Zuordnung von IP und Hostname veröffentlichen. Viele empfangende Mailserver prüfen das bei der sendenden IP. Fehlt der PTR oder passt er nicht, landen Nachrichten oft im Spam oder werden abgelehnt. Ein passender PTR ist deshalb einer der wichtigsten Schritte für einen eigenen Mailserver, aber keine Garantie für die Zustellung.
Kann ich den PTR-Eintrag in der DNS-Zone meiner Domain setzen?
Nein. Der PTR steht in der Reverse-Zone des Adressblocks, und die verwaltet der Inhaber der IP, nicht der Inhaber der Domain. Wenden Sie sich an den Anbieter, von dem die IP stammt: Bei vielen Hostern und Cloud-Anbietern geht das über die Verwaltungsoberfläche oder den Support. In Ihrer eigenen Zone setzen Sie nur den passenden A- oder AAAA-Eintrag für den Hostnamen.
Zeigt Reverse DNS alle Websites auf einer IP?
Nein. Eine IP hat meist höchstens einen PTR-Eintrag, und der nennt den Namen, den der Netzbetreiber gewählt hat, nicht die Domains der Websites. Bei Shared Hosting und CDN teilen sich viele Domains eine Adresse, ohne im PTR aufzutauchen. Listen von Domains pro IP stammen aus gesammelten DNS-Daten Dritter, und diese Seite erstellt keine solche Liste.
Funktioniert die Reverse-DNS-Abfrage auch mit IPv6?
Ja. Geben Sie die IPv6-Adresse ein, gern auch in der verkürzten Form mit ::. Das Tool schreibt sie vollständig aus, bildet daraus den Namen unter ip6.arpa und fragt den PTR ab. Die Gegenprüfung berücksichtigt A- und AAAA-Einträge. Versendet ein Mailserver über IPv6, braucht auch diese Adresse einen eigenen, vorwärts bestätigten PTR.